Hat eigentlich schon mal jemand versucht, auf einem bis unters Dach voll gestopften Boot die Schränke einzuräumen? Und das, während es draußen Tag für Tag regnet und man keinen einzigen Karton rausstellen kann, weil sonst alles nass wird …
Mein Opa Willy hat früher immer den ganzen Monat Mai Urlaub genommen und saß mit der Angel bei Sonnenschein im kurzärmligen Hemd an der Havel. Dieser Mai sagt für die nächsten Tage 15cm (!) Schnee an. Gut dass wir noch einen kleinen Holzofen -Dank an Peter- eingebaut haben.
Was erwartet Euch, wenn ihr euch dazu entschließt, weiter zu lesen und uns auf unserer Reise zu begleiten? Sicherlich keine Anleitung zum Thema „Wie segele ich um die Welt“ oder technische und theoretische Anleitungen zur Funktionsweise von Windfahnensteuerungen oder zu Tiedenberechnungen; wir wollen euch stattdessen Episoden aus unserem Alltag in der Ferne nahe bringen und euch daran teilhaben lassen, vielleicht auch ein bisschen euer Fernweh wecken. Wir, dass sind Anne, welche als Grafikerin für diesen Blog verantwortlich sein wird – ich arbeite gern mit Profis – und Götz, welcher alles mögliche, vom Gärtner bis zum Segellehrer, gelernt und gemacht hat und Skipper, Smut und Chief in einem ist.
Wenn wir für euren Geschmack zu langsam segeln, müsst ihr euch beim Skipper beschweren, wenn euch der Blog nicht gefällt teilt das der „Blogwärtin“ mit!
Und dann ist da noch die alte Planitzer, eine stark modifizierte Reinke Super Secura aus Stahl, ca. 12 m lang mit Schwingkiel, welche unter dem Skipper auch schon über 20 000 sm zurückgelegt hat und in Ehren gealtert ist, wobei sie ihre schlanke Linie behalten hat.
Bleibt die Frage, woher die alte Dame diesen doch gewöhnungsbedürftigen Namen hat. Thomas Planitzer war ein sehr guter Freund des Skippers und früher auf Schiffen der Handelsmarine unterwegs. Er verstarb leider viel zu früh und so soll zumindest die Erinnerung an ihn bewahrt werden.
…
PS von Anne
Nun sind es nur noch wenige Tage bis zu unserer Abfahrt zum Boot nach Ueckermünde, der Schnee ist aus den Vorhersagen verschwunden und wir können uns in unserem Zuhause für die nächsten drei Jahre bei Sonnenschein einrichten. Das Schwerste sind jetzt die Abschiede, aber die Vorfreude auf den Tag des „Leinen los“ ist groß und mit unserem Blog nehmen wir euch ja mit auf unser Abenteuer!

Hinterlasse einen Kommentar